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3D-Rekonstruktionsverfahren für die industrielle Mess- und Prüftechnik

Ein wichtiges Problem der Mess- und Prüftechnik ist die 3D-Rekonstruktion von Bauteilen, insbesondere solchen mit metallisch glänzenden Oberflächen. Hierzu werden geometrische Verfahren (Stereobildanalyse, Bündelausgleich, Streifenlichtprojektion) und photopolarimetrische Ansätze (basierend auf Intensität, Polarisationsgrad und -richtung des von der Oberfläche reflektierten Lichts) in Kombination untersucht. Photopolarimetrische Verfahren haben sich in der Vergangenheit als effiziente, kostengünstige und instrumentell einfach zu realisierende Ansätze zur industriellen Qualitätsprüfung von Oberflächen erwiesen. Besonders gut geeignet sind sie für unbearbeitete metallische Oberflächen, bei denen eine lückenlose 3D-Rekonstruktion beispielsweise mit klassischer Streifenlichtprojektion erfahrungsgemäß schwierig ist. Allerdings müssen bei vielen existierenden Ansätzen die Reflexionseigenschaften des Oberflächenmaterials (BRDF, Polarisationsverhalten) vorab durch Kalibriermessungen ermittelt werden. Daher sollen im Rahmen der laufenden Forschungsarbeiten diese Methoden hinsichtlich einer simultan mit der 3D-Rekonstruktion erfolgenden Ermittlung aller das Reflexions- und Polarisationsverhalten charakterisierenden Parameter ohne Kalibrierprozedur allein aus dem verwendeten Datenmaterial (Stereobilder, Polarisationsbilder, Streifenlichtprojektions-Daten) weiterentwickelt werden. Ziel ist hierbei eine vom Reflexionsverhalten der Oberfläche unabhängige, selbstkonsistente 3D-Oberflächenrekonstruktion, die den hohen instrumentellen Aufwand bekannter BRDF-unabhängiger Verfahren wie z. B. Helmholtz-Stereo vermeidet.